Am 6. April 2014 fand die wohl ungewöhnlichste Veranstaltung der Stiftungswoche statt: Dutzende Stiftungen und Initiativen bespielten den ganzen Tag über das gesamte Radialsystem V. Hunderte Besucherinnen und Besucher erlebten Diskussionen, Filme, Aufführungen und vieles mehr. (Foto: Yehuda Swed /BSW)

Am 6. April 2014 fand die wohl ungewöhnlichste Veranstaltung der Stiftungswoche statt: Dutzende Stiftungen und Initiativen bespielten den ganzen Tag über das gesamte Radialsystem V. Hunderte Besucherinnen und Besucher erlebten Diskussionen, Filme, Aufführungen und vieles mehr. (Foto: Yehuda Swed /BSW)

Am 6. April 2014 fand die wohl ungewöhnlichste Veranstaltung der Stiftungswoche statt: Dutzende Stiftungen und Initiativen bespielten den ganzen Tag über das gesamte Radialsystem V. Hunderte Besucherinnen und Besucher erlebten Diskussionen, Filme, Aufführungen und vieles mehr. (Foto: Yehuda Swed /BSW)

Am 6. April 2014 fand die wohl ungewöhnlichste Veranstaltung der Stiftungswoche statt: Dutzende Stiftungen und Initiativen bespielten den ganzen Tag über das gesamte Radialsystem V. Hunderte Besucherinnen und Besucher erlebten Diskussionen, Filme, Aufführungen und vieles mehr. (Foto: Yehuda Swed /BSW)

Am 6. April 2014 fand die wohl ungewöhnlichste Veranstaltung der Stiftungswoche statt: Dutzende Stiftungen und Initiativen bespielten den ganzen Tag über das gesamte Radialsystem V. Hunderte Besucherinnen und Besucher erlebten Diskussionen, Filme, Aufführungen und vieles mehr. (Foto: Yehuda Swed /BSW)

Wie alles begann

Die Geschichte der Berliner Stiftungsrunde begann im Januar 2008. Auf Initiative des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und der Stiftung Zukunft Berlin trafen sich im Allianz Forum am Pariser Platz Vertreter von knapp 20 Stiftungen. Regine Lorenz, Sprecherin der Berliner Stiftungswoche, beschreibt die Motivation hinter dem Treffen: »Auch wenn viele Stiftungen über den Bundesverband oder gemeinsame Projekte miteinander verbunden waren, gab es ein großes Bedürfnis nach einem informellen Austausch.«

 

Ein weiteres Ziel: Berlin sollte wieder als Stiftungsstadt wahrgenommen werden. Regine Lorenz über die Situation in der Stadt, gut zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall: »Viele große Stiftungen hatten wieder Repräsentanzen in Berlin eröffnet und es wurden neue Stiftungen errichtet. Trotz dieser Entwicklungen war ein Vergleich mit der früheren Stiftungsstadt nicht möglich.« Die Arbeit der Stiftungen sollte auch nach außen hin sichtbarer werden. »Mit dem 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls kam die Kulturprojekte GmbH mit ihrer Dominostein-Aktion auf die Runde zu. Leider verhinderten die unterschiedlichen Stiftungszwecke, dass sich alle Stiftungen an diesem Projekt beteiligen konnten«, so Regine Lorenz weiter. Dieser Umstand war jedoch das Initial für das eigene große Projekt: die Berliner Stiftungswoche.

Der Erfolg der Stiftungswoche

An der ersten Berliner Stiftungswoche 2010 nahmen rund 70 Stiftungen teil und präsentierten einen Veranstaltungsmarathon mit Vorträgen, Diskussionen, Konzerten, Theater oder Führungen. Im Jahr 2012 gab es gleich zwei Neuerungen: Die Stiftungswoche wählte sich ein jährlich wechselndes Schwerpunktthema und Peer Steinbrück hielt die erste Berliner Stiftungsrede. Ihm folgten in den weiteren Jahren der Schriftsteller Robert Menasse, der Philosoph Harald Welzer, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio und Altbischof Wolfgang Huber. Seit 2015 werden verschiedene Aspekte des jeweiligen Schwerpunktthemas zu Beginn der »langen Woche« im Fish-Bowl Format angerissen, um auf die folgenden Tage und Veranstaltungen einzustimmen. 

Auch im Hintergrund hat sich die Woche verändert. Im Jahr 2013 wurde die Berliner Stiftungswoche gGmbH gegründet, um das komplexer gewordene Projekt adäquat umzusetzen und die Berliner Stiftungsrunde hat mittlerweile 31 Mitglieder. 

2010 zählte die Stiftungsaufsicht rund 700 Stiftungen in der Stadt. Heute sind es 900. Die Berliner Stiftungslandschaft wächst weiterhin. Gleiches gilt für die Berliner Stiftungswoche. Und möglicherweise hatte die erste Sitzung der Stiftungsrunde vor fast 10 Jahren daran ihren Anteil.